Kategorie: Moni

Nachtrag

Heute wurde ich gefragt, warum wir die Wanderung durch die Katastrophe nicht abgebrochen haben- Touries durchs Elend – oder so.
Ich hab nicht eine Sekunde daran gedacht. [ und ich auch nicht, Herbert]. Wir waren auf dem Weg, haben neue Wege gefunden (mein ZWF) finden müssen. Also geht man/frau doch etwas vorsichtiger und sowieso respektvoll. Lässt Kohle da – die wird gebraucht.

Anteilnahme: is mir zu peinlich die zu betonen – bin doch kein Politiker oder Pfaffe. Aber Solidarität: Wir kommen wieder.

Einige Begegnungen

3 Rehe 1 Fuchs 2 Waldspitzmäuse (leider tot) 2 wilde Ziegen, Eichhörnchen, jede Menge Nackt- und Weinbergschnecken noch mehr Würmchen (halb, viertel und ganz)
Wildkatzen (Spuren) einige Milane

und Falken Zilpzalps (gut am außergewöhnlich melodischen Gesang zu erkennen. Ironie aus) Schwalben und eine Schwälbchen Flugschule
süße Mausohrfledermäuse eine weniger süße Zecke Libellen, gemeine Stechmücken

und blöde Fliegen 1 Amselei 1 Eichelhäher (unter Schock- war gegen ne Scheibe geflogen) Wildenten fliegend und watschelnd Schwäne thronend aufm Hochwasser einige freche und doch scheue Spatzengangs 2 Forellen (geräuchert aufm Teller) Bläulinge Kohlweißlinge Admiräle Pfauenaugen und- achtung jetzt kommtz: Kaisermäntel leider auch Kellerasseln zu Hauf eine Mistkäferversammlung
schreiende Uhus und kauzende Käuzchen und keine Spinnen, Iris.

Schätz` mal wieder!

Toni, unser pappenes Hauschwein, zuständig für die finanzielle Absicherung beim Kauf massenhafter Nichtsnutzigkeiten auf unsren Wanderungen, wie z.B. Süß- und Salzkram, tja,-also Toni wurde heute morgen gewogen und dann geschlachtet.

Monatelang hab ich ausschließlich mit Ein-und Zwei Euromünzen gemästet – die Waage zeigt auch stattliche 726 Gramm. Das dicke Schwein!

Die Schlachtung erfolgte übrigens völlig unblutig mit der alten Messer-in-Schlitz-stecken-und-schütteln-Methode, seit der Kindheit immer noch schwer angesagt! Also alles rausrappeln und dann zählen- wie Dagobert Duck.

Wieviel Kohle das wohl ist?

Herbert und ich haben uns beide prompt schwer verschätzt, aber mehr wird nicht verraten. Wer Lust hat kann nämlich ab sofort hier mit raten.
Und es gibt auch einen Preis: Wer dem tatsächlichen Betrag am nächsten kommt, darf sich ein Foto seiner/ihrer Wahl
von unsrer diesjährigen (oder 2020) Tour wünschen- und bekommt es auch- ischwör!

Also: ab sofort nehmen wir Eure Schätzungen gespannt entgegen. Bis zum 1.8.2021.

Wem das aber alles zu albern und zu aufwendig is- schließlich hat man/frau ja noch wat anneret zu tun: ok, ok, och jut. Kein Ding. Aber auch keine tolle Foto Chance!

Bis bald und habt Alle unbedingt einen tollen Hochsommer!

Das verflixte Eifel-Puzzle

Ich wollte wissen welchen Weg wir gehen.

Ich wollte wissen welche Flüsse und Bäche wir queren.

Ich wollte wissen wo unsere Unterkünfte jeweils liegen.

Ich wollte mir einen Überblick über det Janze verschaffen.

Dann wollte ich zu Hause an der Karte fleißig Orientierung üben, um im Juli auf unsrer Wanderung mit phänomenalem Detailwissen zu glänzen. (bei meinem ZWF)

Hatte ich mir so vorgestellt.. …

Herbert sendet mir also 21 Einzelkarten unsres Weges- alles ist zu erkennen: jede Pfütze, jeder Hubbel, jedes Mauseloch- und alles benannt.
Wunderbar- muss ich nur noch zusammenfummeln. Tja- für Leute mit Orientierung wär das ne Sache von ner Stunde gewesen: ausdrucken, beschneiden, zusammenkleben, zack.

Es ging auch überraschend flott voran-und hat richtig Spass gemacht, zumal ich doch tatsächlich einige Karten (aufgrund erwanderter und daher relativ bekannter Orte- oder auch mit Glück) zusammen bekam.

Aber zu früh gefreut. Ausgerechnet die beiden „Startkarten“ Gillenfeld- Manderscheid passten irgendwie nicht zusammen- auch drehen der Karte/n half nicht wirklich weiter- hier stimmte nix! Aufgeregte Telefonate zwischen Berlin und Feriendorf folgten, in dessen Verlauf ich u.a. bezichtigt wurde „was abgeschnitten“ zu haben. Natürlich hab ich das empört und mit akustischem Nachdruck (Herbert nennt es „brüllen“) von mir gewiesen. So, hart am Beziehungsstress vorbei geschrammt, begab man/frau sich sicherheitshalber wieder separiert an die Ursachenforschung.

Und schließlich wurde der Schuldige gefunden: mein „Apple“!

Das blöde Ding hat im Fotoprogramm noch alles richtig angezeigt, aber dann beschlossen einfach selbstständig abzuschneiden, was er größenwahnsinnig (halt Apple!) für Unnötig hielt und dadurch letztendlich Riesenmist ausgespuckt- und unsre Nerven übel strapaziert.

Ich weiß, ich begebe mich jetzt auf ganz dünnes Eis, aber für mich war und ist das der Beweis, daß auch und gerade technische Geräte ihr Eigenleben haben.
Nur, warum das Mistding so hinterhältig agiert-es könnte doch stattdessen einfach brav fehlerlos weiter machen- das wird mir immer ein Rätsel bleiben.

PS.: Freue mich über Eure Beispiele zu meiner steilen These.
Mögliches Stichwort: Die Tücke des Objekts.

EINE Entspannungsmöglichkeit

Immer wieder äußern Freund/innen ihre „Bewunderung“ über unsre Wander-„Leistung“. Aussagen wie: „Ich könnte das nicht“ oder: „In eurem Alter“ oder auch „ganz schön mutig!“ schmeicheln natürlich erstmal, und die erwanderten Kilometer machen sicher Eindruck- auch auf uns-hinterher!

Herbert und ich sind zwei Rentner mit jeder Menge Zeit und kaum noch Verpflichtungen- es kann also los gehen-sehr gern zu Fuß und wir sind ja auch noch recht gut auf Denselbigen unterwegs. Wir lieben es in der Natur zu sein, genießen die Stille im Wald, das Zwitschern der Vögel, das Krabbeln der kleinen Krabbeltiere, den Duft der Blumen und Bäume.Unsere unterschiedlichen Wahrnehmungen der Umgebung reichern dabei die Gespräche an- sofern da noch Luft bleibt. (Bergauf z.B.)

Ganz besonders erwähnenswert aber, unsrer Erfahrung nach, ist die zunehmende Abwesenheit von Sorgen beim Wandern: Es geht ja täglich nur um den nächsten Schritt, den nächsten Berg, das nächste Tal, die lockenden kleinen Teepäuschen, ob wir es vor dem Gewitter noch in die Unterkunft schaffen, und wer zuerst duschen darf. Und abends ist man/frau so müde- da lohnt sich kein Streit.

Will sagen:
Wir machen einfach das, was wir Alle am liebsten machen:Nämlich entspannen. Für uns liegt dazu im Wandern ein Riesenpotential. Wenn der Eine oder die Andere eine ähnliche Entspannung mit Computerspielen oder Fernsehn, mit Seele in der Hängematte oder aufm Sofa baumeln lassen, mit dem Hund Gassi gehen, mit Drogen, mit Lesen oder Stricken, mit Essen und Kochen oder Basteln, Tanzen oder Arbeiten (usw usw) erreicht, so ist das genauso viel wert- Hauptsache es gibt gute Laune zum Teilen und kräftigen Liebes-Zuwachs. (Alte Hippie Weisheit)