Von der Burg Ramstein hinunter nach Kordel – wir sind auf einiges gefasst, hatten wir ja schon im Burghotel gehört, wie schwer die Flut auch Kordel getroffen hatte. Der Ort wirkte schon wieder aufgeräumt, die geöffneten Fenster zu leergeräumten Wohnungen in den Erdgeschossen der Häuser zeigen uns, wie sehr die Anwohner gelitten haben.
Vom Oberdorf gehen wir auf den Eifelsteig. Die Etappe von Kordel nach Bruch ist als „Schwer“ gekennzeichnet. Vor allem wegen der Länge. Wir gehen nur nach Gladbach, haben – geplant – 22km vor uns.

Buntsandsteinfelsen der Kaulay hoch über Kordel
Gleich der erste Anstieg von Kordel auf die Kaulay, eine Felsformation aus Buntsandstein, hat es in sich. Auf 2 km ein Anstieg um mehr als 150 Hm. Sehr schön, wie die Bilder zeigen, aber auch seeehr strapaziös. Hier ist absolute Trittsicherheit gefordert, schwere Rucksäcke helfen nicht, das Gleichgewicht zu halten.

Blick von der Kaulay auf Kordel
Hinter der Kaulay ins Kylltal geht es nicht weiter. Ein steiler Abstieg ist völlig zugewuchert. Brombeerranken lassen nicht zu, zu sehen, wohin wir treten. Also über einen Forstweg ausweichen…. der uns zurück nach Kordel bringt. Nach 2 Sunden Kletterei und ca 2,8 km Strecke sind wir wieder am Ausgangspunkt.
Wir entscheiden, auf dem Kyllradweg weiter zur Deimelinger Mühle zu gehen, um dort wieder auf den Eifelsteig zu treffen. An der Mühle sehen wir die eingestürzte Brücke über die Kyll. Also zurück nach Kordel, die Brücke in Kordel steht, das sahen wir schon. Um 14 Uhr in Kordel haben wir 10 km hinter uns gebracht und sind dem Ziel Gladbach keinen Meter näher gekommen.

Buntsandsteinwand an der Kyll

Von der Flut zerstörte Brücke an der Deimlingenmühle
Wir werden die Strecke nicht mehr schaffen. In Kordel besorgt Moni uns einen „Lift“ nach Zemmer, von da sind es über Greverath noch rund 12 km bis Gladbach.


Steinesseberchen

Auf dem Weg nach Greverath

Bei Greverath

In Gladbach, unserem Zielort für heute








