Monis Resümee

Hab mir gerade nochmal alle Tage unsrer Wanderung angesehen und mir so die schönen Seiten dieser Tour ins Gedächtnis gerufen.

Was bleibt sind die Etappen mit unvergleichlich schöner Landschaft (Naturpark Südeifel), die uns immer wieder umgebende Stille der Wälder und Felder (eine Wohltat für Neuköllnerinnen), der Duft von frisch gemähtem Gras, die Freude über neu entdeckte Tierchen (Kaisermantel), unsere Päuschen nach anstrengender Kletterei, unser Teamgeist, der uns immer wieder neue Erfahrungen bescherte und last, but… die freundlichen Eingeborenen, die uns aus manch blöder Situation unbürokratisch heraus halfen.

Stichwort „Nachbarschaftshilfe in Rhlpf“ – und da bin ich auch schon bei den Erinnerungen, auf die wir alle gern verzichtet hätten: Wer einmal durch verwüstetes Land gegangen ist, weiß, was ich meine. Der Anblick einer weinenden Frau am Straßenrand, neben den Trümmern ihrer Habe ist schwerer zu ertragen als weggerissene Brücken und überflutete Felder. Entsprechend schwierig eine angemessene Haltung dazu zu finden.

Das persönliche Glück steht angesichts des unmittelbar umgebenden Unglücks Anderer doch immer in einem schiefen Verhältnis.

Es fiel uns nicht so leicht in Altrich einen vorgezogenen Schlusspunkt zu setzen, aber weiter durch neu einsetzenden Starkregen und Gewitter zu laufen und dabei auch unsre physische Gesundheit aufs Spiel zu setzen war einfach keine Option mehr.

Diese Wanderung hat uns Grenzen aufgezeigt, kein Grund zum Jammern – wir hatten sehr, sehr viel Glück – und als Paar gehen wir gestärkt (durch dick und dünn) daraus hervor.

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