Nachdem auch unsere Buchung in Echternach wegen des Hochwassers storniert wurde und in Kordel und auch Ralingen von einem Jahrtausend-Hochwasser gesprochen wird, gehen uns die Etappenziele aus.
Wie also kann es weitergehen? Diese Frage stellt sich uns nun und wir haben derzeit noch keine Antwort. Unsere Planung ist ja sowieso weitgehend Makulatur, sind wir wieder mal außerplanmäßig drei Nächte in Holsthum – genügend Zeit darüber nachzusinnen, welche Möglichkeiten uns außer Abbruch bleiben.
Wir werden sicher eine Alternative finden und arbeiten daran. 🤔
Lest unten, was Moni über unsere Lage und die der Menschen hier an Kyll, Prüm und Sauer schreibt.

Mit dieser Aussicht wohnen wir die kommenden zwei Tage
Liebe Freundinnen und Freunde
Wir möchten uns an dieser Stelle aufs allerherzlichste für Euren Zuspruch und Eure guten Gedanken und Wünsche auf dieser unserer doch unvorhersehbar schwierigen Route bedanken. Wir hatten angesichts der Katastrophe sehr viel Glück und konnten bis heute und können voraussichtlich auch in den nächsten Tagen immer wieder einen sicheren Weg und eine trockene, vom Hochwasser (fast) verschonte Unterkunft finden. Macht Euch bitte keine Sorgen mehr um uns – es geht uns gut, wir lavieren uns mehr oder weniger spontan durch ‘Zeit und Raum’.
Es ist erschütternd zu sehen wie die Menschen durch die Überflutungen gebeutelt sind und wie viele Existenzen zerstört wurden. Die Nachbarschaftshilfe und natürlich die Feuerwehr bilden aber immer wieder eine starke Kraft um die ärgste Not zu lindern. Hoffentlich geben unsere Politiker wieder nicht nur betroffenes Gelaber von sich, sondern organisieren eine schnelle, effektive Hilfe für alle, die dies brauchen. (Die Hoffnung stirbt zuletzt.)
Wir wünschen allen Menschen hier, die uns trotz der Katastrophe mit solch unglaublicher Freundlichkeit begegnen, genug Kraft und Geld zum Wiederaufbau von Zuversicht und Bleibe.
Vielleicht werden unsere Berichte etwas knapper, machmal fehlen einem hier die Worte – aber wir bleiben in Verbindung.
